Mini Swap


 
Wer Mode für Andere macht, hat häufig ein Problem mit dem Inhalt seines eigenen Kleiderschrankes. Während ich an der neuen Kollektion sitze, erinnert mich meine Kleiderstange zaghaft daran, dass nicht ewig Winter sein wird und der Frühling schneller da ist als mir lieb ist.
 
Im Laufe der langen Zeit, während der ich blogge, stieß ich auf das Thema SWAP. Das heißt schlicht „Sewig with a Plan“ und bedeutet, nach einem genauen Plan zu nähen. Wer nun wie ich sowieso schon eine ausgeprägtes Faible für Listen und Moodboards hat, dem sollte es nicht sonderlich schwer fallen nach Plan zu nähen, vorausgesetzt man plant auch die notwendige Nähzeit mit ein.
Ehrlich gesagt daran scheiterte schon so mancher Swap bei mir.
 
Nähen nach Plan
 
Da meine persönliche Nähzeit knapp bemessen ist und ich im allgemeinen eher nach Plan lebe, starte ich zu einem kleinem Mini-Swap durch. Den Anfang mache ich mit einem Moodboard, mit ich mir Klarheit schaffe, was mir zum diesjährigen Frühling einfällt. Wir sprechen hier von meinem Frühling und nicht dem, was Modemacher im Frühling als Trend ausrufen.
 
In meinem Frühling trage ich einen hübschen, praktischen Dreiteiler, bestehend aus Kurzblazer, Hose und schmalem Rock aus einem nachtblauen Köper. Passend dazu stehen ein rot/weißes Ringelshirt und eine weiße schlichte Bluse auf meiner Wunschliste. Und weil ich den nachtblauen Köper bei meinem Stofflieferanten ordern musste und mich bei dieser Gelegenheit ein hübscher, roter Köper mit weißen Polkadots anlachte, kommt noch ein Etuikleid aus diesem Stoff dazu.
 

In meinem hauseigenen Stofflager befinden sich bereits ein rot/weißer Ringeljersey und ein netter, blauer Batist, der mich daran erinnert, dass ich daraus auch eine Bluse nähen wollte. Soviel zum Nähen nach Plan. Meine Regale (ja, es ist mehr als eines) sind voll von Stoffen, die mal für ein ganz bestimmtes Nähprojekt geplant waren. Ich muss disziplinierter werden!
 
Auf die Lieferung des Köpers werde ich wohl noch ein paar Tage warten müssen. Die Zeit kann ich gut nutzen, um die Schnitte vorzubereiten. Für das Ringelshirt und das Etuikleid werde ich auf Schnitte von mir zurückgreifen, die bereits mehrfach erprobt sind. Das Shirt wird leicht ausgestellt und mit einem Beleg genäht, das Etuikleid bekommt Midilänge.
 
Für den Blazer, für den ich mir einen Schal- oder Kelchkragen vorstelle, für die Hose und den Rock muss ich jeweils noch Schnitte konstruieren. Einzig für die Bluse werde ich einen herkömmlichen Kaufschnitt verwenden. Es handelt sich um eine Schluppenbluse, die ich schon einmal genäht habe, die mir dann aber leider nicht passte. Diese Bluse trägt jetzt eine meiner Töchter. Sie ist übrigens der Meinung, dass mir solche Missgeschicke ruhig häufiger passieren dürften.
 
 

Mein Nähplan sieht also folgendes vor:

Ringelshirt

Weiße Bluse

Blaue Bluse, falls die Stofflieferung sich verzögert

Hose

Rock

Etuikleid

Kurzblazer


 
Auch die Reihenfolge ist geplant, Hose und Rock lassen sich vor Fertigstellung des Blazers bereits mit den Oberteilen tragen. Das Etuikleid braucht nicht viel Zeit, weil schon x-mal, genäht. Lediglich für den Blazer brauche ich Ruhe und Muße. Daher kommt das Beste zum Schluss.
 

 

Kommentare

  1. Ich beneide dich um die Fähigkeit nähen zu können. Ich stelle mir das schwer vor immer auf "Vorrat" nähen zu müssen. Vor allem wenn es noch kalt ist und du musst dich mit dünnen Stoffen und Kleidungsstücken auseinander setzen oder umgehrt, im Sommer für den Winter produzieren zu müssen. Applaus Applaus
    LG Petra

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    1. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt immer gegen gesetzt zu nähen, wichtig ist voraus schauend zu nähen und die sogenannten Trends zu beobachten.
      Dafür beneide ich dich um dein natürliches Spiel vor der Kamera ;)
      viele liebe Grüße Yvonne

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  2. Das klingt gut. Wir haben in der Arbeit auch einen Haufen solch ausgetüftelter Pläne. Nur kommt es meistens anders, als geplant. Ich hoffe Du hast mehr Glück.
    LG Sunny

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    1. Bei meinen Nähplänen ist es weniger Glück sondern mehr Disziplin und da hapert es manchmal bei mir :)Daher ist so eine Blog Ermahnung ganz praktisch, netterweise fragen Leser auch nach...
      viele liebe Grüße Yvonne

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  3. Die Bluse ist ja hübsch, finde den Stoff auch so toll :)
    Das Ringelshirt stelle ich mir schwer zu nähen, oder? Weil man da wahrscheinlich auf das Muster aufpassen muß. Habe aber leider keine Ahnung von Nähen.

    Liebe Grüße! Habe jetzt dein GFC nicht gefunden, würde dich gerne regelmäßig verfolgen :)

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  4. Coole Idee. Die Bluse gefällt mir. Die Kragenlösung ist süß und sie wirkt maritim. Deine Tochter trägt sie bestimmt gern ;)
    Liebe Grüße Tina

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