Düsteres Schwarz trifft auf zartes Altrosa



Den Januar habe ich überwiegend strickend auf dem Sofa verbracht, der Ofen schenkte zusätzliche Wärme während draußen der Wind kalt um die Ecken pfiff, so ist das Leben im Norden. Windig und grau, machen wir also das Beste daraus, also sitze ich hier bei einer Tasse Milchkaffee und zeichne so vor mich hin. So wirklich ist mir noch nicht nach frischen Frühlingsfarben, als Landpomeranze die hier mehr über Feld und Wiesen spaziert sind helle Farben auch noch fehl am Platz.

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Es ist nun mal eine Tatsache das wir laut Kalender noch Winter haben und der kann ja auch sehr reizvoll sein. Wenn der knackige Frost alles zum glitzern bringt und die Sonne auf den Eisflächen funkelt, dazu die frische Kühle Luft die einen so wunderbar frei atmen lässt.





Beim zeichnen fiel mir auf wie sehr ich aus der Übung bin, noch geht es nicht locker aus dem Handgelenk, in der Tat habe ich seit Monaten nicht mehr wirklich gezeichnet. Nur schnelle Skizzen, wenn überhaupt, das wird sich in naher Zukunft jedoch ändern viele Ideen wollen zu Papier gebracht werden.

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Die Theorie und die Planung ist das eine, jetzt freue ich mich auf das zuschneiden und nähen. Dem Schwarz wird ja im allgemeinen etwas düsteres nachgesagt, in Kombination mit dem zarten Altrosa Tüll sieht es doch ganz apart aus. Also ein klitzekleines Stückchen Frühling und insgeheim sehe ich mich beim nächsten Spaziergang mit dem Kleid und dazu der Rosenholz Poncho.




Gleich werde ich eine kleine Runde mit dem Hund gehen und noch mal tief Luft holen bevor ich an meinen Arbeitstisch den Zuschnitt mache. Ein wenig bin ich schon aufgeregt, wie immer wenn ich komplett neue Projekte starte. Auch wenn der Shabby Chic kein unbekanntes Terrain ist, so ist Interior doch etwas ganz anderes, als diesen Charme in Mode umzusetzen. Hinzu kommt der erhöhte Schwierigkeitsgrad der großen Größe, was bei einer elfenhaften Größe 38 wunderbar leicht aussieht kann in einer Größe 50 nur noch überladen wirken.

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Man muss es ja auch mal sehr deutlich sagen, im letzten Jahr trug ich eher klare, minimalistische Mode, da ist man dann in Sachen Rüschen eher ein weniger zurück haltender. Es spricht ja nichts dagegen sich pö a pö zu steigern, hier mal ein Stück Spitze mehr, dort mal ein paar Falten oder Biesen, die eine oder andere Rüsche dazu. Ich hätte mich ja auch gern vorher ausprobiert, mir entsprechende Kleidung gekauft, ja wenn es diese so auf dem Markt in meiner Größe gebe! Gewiss könnte ich auch zu einer kleineren Größe greifen, da dieser Stil gern in Oversize getragen wird, die Selber-Näherinnen wissen jedoch, das dies immer zu Lasten der Passform geht, Abnäher und gezielt gesetzte Nähte sitzen nicht mehr dort wo sie eigentlich hingehören.




 Ich wünsche euch einen wundervollen Start in eine neue Woche, mit Blick auf hoffentlich viele klare sonnige Tage.

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